Vom 18. bis 22.06.26 fand die WM traditionell in Bruck an der Großglocknerstraße statt. Eine 17‑köpfige Gruppe der Feuerwehr Gomaringen startete mit dem alten Tanker und zwei MTW’s am Donnerstagmorgen über die bewährte Route Richtung Österreich. Nach dem Einzug in unsere Stammunterkunft haben wir den Tag auf dem Brunnenfest gemütlich ausklingen lassen.
Am Freitagvormittag stand eine kleine Wanderung auf dem Programm, bevor es nachmittags galt, sich für die Wertungsprüfungen einzuschreiben. Pünktlich um 16.30 Uhr startete die erste Prüfung. Ein Gleichmäßigkeitsfahren. Dieses Mal hatten sich die Veranstalter eine neue Variante einfallen lassen. So galt es in 5 Abschnitten jeweils eine separate Durchschnittsgeschwindigkeit zu halten. Erst nach Ende der Prüfung teilten sie mit, welcher Abschnitt für die Wertung zählte. Benni Stanger steuerte unseren Tanker auf einen guten 12. Platz bei 43 Teilnehmern in der Klasse bis Baujahr 1975. Die Abweichung betrug nur 11,42 Sekunden. Am Abend wurde die WM mit einer zünftigen Party im Feuerwehrhaus offiziell eröffnet.
Am frühen Samstagmorgen startete der Tross von 86 Oldtimern und einigen Begleitfahrzeugen Richtung Fuscher Törl auf rd. 2500m. Nach der Zieldurchfahrt erhielten alle eine Plakette. Diese Prüfung absolvierte Christof Binder. Die weiteren Maschinisten (Albert Kemmler, Carl Mackes, Matthias Faßnacht, Markus und Thorsten Kühbauch) wechselten sich auf den restlichen Streckenabschnitten ab. Den weiteren Vormittag verbrachte jeder nach Lust und Laune: Aufstieg zur Edelweisspitze, Zuschauen beim Kuppel-Cup oder einfach nur die herrliche Aussicht genießen. Nach einem gemeinsamen Vesper ging es noch 20km weiter zur Kaiser-Franz-Josephs-Höhe auf rd. 2400 m. Bei bestem Wetter konnten wir den Anblick des 3800m hohen Großglockner genießen. Auch das ein oder andere Murmeltier konnte beobachtet werden. Nach der Abfahrt benötigten wir eine kurze Verschnaufpause im Schatten an „unserem“ Haus. Bei der Siegerehrung im Feuerwehrhaus waren alle auf die Ergebnisse gespannt. Letztendlich erreichten wir in der Gesamtwertung von 86 Teilnehmern einen Mittelfeldplatz (46) mit einer Abweichung von der Durchschnittszeit von 4:49:82 min. Im Anschluss an die WM-Feier fieberten wir natürlich mit unserer Nationalmannschaft dem 2. Vorrundensieg entgegen.
Am Sonntag gab es zum Abschluss der Oldtimer-WM eine Oldtimerrundfahrt. Danach flüchteten wir vor der Hitze in die Kitzloch-Klamm. Am Montag starteten wir nach dem Frühstück Richtung Heimat. Ein kurzer Halt in einer Käserei durfte natürlich nicht fehlen. Am Abend kamen wir nach einem gemeinsamen Abschluss im Sportheim Eningen wohlbehalten in Gomaringen an. Ein besonderer Dank geht an den DRK-Ortsverein Nehren/Gomaringen für den MTW, an alle Teilnehmer für die gute Kameradschaft und an unseren Vespermeister Günter.
Im Frühjahr haben drei Kameraden der Feuerwehr Gomaringen gemeinsam mit einem Kameraden der Feuerwehr Dusslingen erfolgreich die Ausbildung zur Absturzsicherung und zum Einfachen Retten aus Höhen und Tiefen abgeschlossen.
Im Rahmen von über 36 Ausbildungsstunden wurden neben umfangreichen theoretischen Grundlagen auch zahlreiche praktische Einheiten absolviert. Die Ausbildung vermittelte dabei ein breites Spektrum an Fähigkeiten, die im Einsatz Leben retten können: Die Kameraden übten die Rettung von Personen aus engen Schächten, das sichere Begehen einsturzgefährdeter Dächer mithilfe einer Drehleiter, das kontrollierte Abseilen von Gebäuden sowie den gesicherten Vorstieg auf Kräne. Darüber hinaus wurde die Personenrettung mittels Schleifkorbtrage trainiert – eine Technik, die insbesondere bei der Rettung verletzter oder gehunfähiger Personen aus schwer zugänglichen Bereichen zum Einsatz kommt.
Die Ausbildung stellte hohe Anforderungen an Konzentration, Kondition und gegenseitiges Vertrauen. Dass die Kameraden diese mit Erfolg gemeistert haben, ist ein Zeugnis ihres Engagements und ihrer Einsatzbereitschaft.
Für die tatkräftige Unterstützung mit der Drehleiter bedanken wir uns herzlich bei der Feuerwehr Dusslingen. Unser gemeinsam ausgebildeter Kamerad aus Dusslingen trägt das erworbene Wissen und die erlernten Fähigkeiten nun zurück in seine Heimatwehr – ein schönes Beispiel für die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren in der Region.
Die drei Kameraden aus Gomaringen verstärken ab sofort die Absturzsicherungseinheit und stehen damit für entsprechende Einsatzlagen zur Verfügung. Die Einheit ist damit weiter gewachsen und für die besonderen Herausforderungen bei Höhen- und Tiefeneinsätzen noch besser aufgestellt.
Wir gratulieren allen vier Kameraden herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss und freuen uns auf die gemeinsamen Einsätze!
Angesichts zunehmender Trockenperioden und der damit steigenden Waldbrandgefahr hat die Feuerwehr Gomaringen eine umfangreiche Übung zur Waldbrandbekämpfung abgehalten. In Gomaringen gab es erst 2025 einen Waldbrand – ein deutliches Zeichen, dass das Thema auch vor Ort längst angekommen ist. Beide Abteilungen der Feuerwehr trainierten gemeinsam im Wald oberhalb der Schleifmühle.
Taktik vor Technik – wassersparendes Vorgehen im Fokus
Zu Beginn der Übung stand die taktische Analyse der Lage im Vordergrund. Die Einsatzkräfte übten den wassersparenden Einsatz von D-Löschschläuchen – ein entscheidender Faktor bei Waldbränden, wo Wasserreserven schnell zur knappen Ressource werden können. Gerade in schwer zugänglichem Gelände ist ein durchdachter Umgang mit dem verfügbaren Löschwasser überlebenswichtig für einen erfolgreichen Einsatz.
Pendelverkehr und lange Förderstrecke sichern Wasserversorgung
Die Wasserversorgung wurde zunächst über einen Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen sichergestellt. Im weiteren Verlauf der Übung bauten die Kräfte mithilfe des Gerätewagens Transport (GW-T) eine 1.200 Meter lange Wasserförderstrecke auf – von der Wiesaz an der Schleifmühle hinauf in den Wald. Drei Verstärkerpumpen waren erforderlich, um das Wasser über diese Distanz und das ansteigende Gelände zuverlässig zu fördern. Am Ende der Strecke ermöglichte die aufgebaute Versorgung eine konstante Wasserabgabe über mehrere Rohre gleichzeitig.
Gut gerüstet für den Ernstfall
Die Übung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig eine durchdachte Logistik und die enge Zusammenarbeit beider Abteilungen sind. Mit steigenden Temperaturen und länger anhaltenden Trockenphasen ist die Waldbrandgefahr in der Region keine abstrakte Bedrohung mehr – die Feuerwehr Gomaringen ist vorbereitet.
Am Samstag, dem 10. Januar 2026, fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gomaringen statt. Aufgrund der laufenden Umbau- und Sanierungsarbeiten am Feuerwehrhaus versammelte sich die Wehr in der Sport- und Kulturhalle Gomaringen. Neben den Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung waren unter anderem Bürgermeister Steffen Heß, Sachgebietsleiter Daniel Leitenberger, der Verbandsvorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Ralf Sauter sowie Mitglieder des Gemeinderats anwesend.
Jahresbericht des Kommandanten
Kommandant Stefan Röhm eröffnete die Versammlung und blickte auf ein einsatzreiches Jahr 2025 zurück. Insgesamt wurde die Feuerwehr Gomaringen zu 67 Einsätzen alarmiert – davon 65 durch die Abteilung Gomaringen und zwei durch die Abteilung Stockach, wobei 13 Einsätze gemeinsam bewältigt wurden. Den Schwerpunkt bildeten technische Hilfeleistungen mit 38 Einsätzen, darunter allein 19 Ölspuren. Hinzu kamen mehrere Brandeinsätze sowie acht Fehlalarme. Acht Personen konnten im Laufe des Jahres gerettet werden, zudem wurden drei Brandsicherheitswachdienste geleistet.
Zum Jahresende 2025 zählte die Feuerwehr Gomaringen 119 Mitglieder: 47 in der Abteilung Gomaringen, 21 in der Abteilung Stockach, 27 in der Altersabteilung und 24 in der Jugendfeuerwehr. Die Einsatzfähigkeit blieb durch die übergreifende Alarmierung der Abteilung Stockach bei größeren Lagen jederzeit gewährleistet.
Im Bereich Ausbildung wurden zahlreiche Lehrgänge auf Kreis-, Landes- und Führungsebene absolviert. Besonders hervorzuheben ist das Bestehen des Leistungsabzeichens in Gold durch eine abteilungsübergreifende Leistungsgruppe.
Organisatorisch geprägt war das Jahr vom Umzug in die Interimsfeuerwehr, der dank großem ehrenamtlichem Einsatz termingerecht abgeschlossen werden konnte. Im September folgte mit dem symbolischen Meißelschlag der offizielle Startschuss für den Neubau des Feuerwehrhauses. Auch in die Ausstattung wurde investiert: Neue Feuerwehrhelme, Maßnahmen zur Einsatzstellenhygiene, digitale Funkgeräte sowie die Beteiligung an der landesweiten Sammelbeschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 10 stärken die Zukunftsfähigkeit der Wehr.
Zum Jahresende zeigte sich erneut die hohe Einsatzbereitschaft – am Silvesterabend und in der Nacht musste die Feuerwehr zu mehreren Brandeinsätzen ausrücken. Kommandant Röhm dankte allen Kameradinnen und Kameraden, Bürgermeister, Verwaltung, Gemeinderat und den Familien der Feuerwehrangehörigen für ihre Unterstützung.
Bericht der Jugendfeuerwehr
Jugendfeuerwehrwart Benjamin Junger ließ das Jahr 2025 Revue passieren, das ganz im Zeichen von Wettkämpfen und Leistungsabnahmen stand. Traditionell startete die Jugendfeuerwehr mit dem Mutscheln ins neue Jahr, bevor die feuerwehrtechnische Ausbildung begann. Bereits im April nahmen sieben Mitglieder erfolgreich an der Jugendflamme Stufe 1 teil. Im Mai folgte die beliebte Familienwanderung mit gemütlichem Grillen.
Das absolute Highlight des Jahres war das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Anfang Juli in Rottenburg. Mit 19 Jugendlichen und sechs Betreuerinnen und Betreuern reiste die Jugendfeuerwehr an. Beim Wettkampf auf Landkreisebene wurden die Jugendflammen der Stufen 2 und 3 abgenommen – drei Mal die Jugendflamme 2 und neun Mal die Jugendflamme 3, alle Teilnehmenden bestanden erfolgreich.
Auch die Jugendfeuerwehr meisterte den Umzug in die Interimsfeuerwehr vor den Sommerferien reibungslos. Am ersten Adventswochenende war sie zudem wieder mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Erfreulich: Abgesehen von zwei Übertritten in die Einsatzabteilung gab es keine Abgänge – es besteht sogar wieder eine Warteliste. Vier neue Jugendliche wurden aufgenommen. Im Betreuerteam beendete Florian Schäfer nach sechs Jahren seine Mitarbeit, zugleich engagieren sich nun erstmals ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr als Betreuerinnen und Betreuer.
Grußworte des Bürgermeisters
Bürgermeister Steffen Heß stellte in seiner Ansprache die große Bedeutung der Feuerwehr für die Gemeinde heraus. Er betonte, dass die Feuerwehr keine Selbstverständlichkeit sei und verwies auf die Einsätze in der Silvesternacht, bei denen die Wehr gleich drei Mal ausrückte, als eindrucksvolles Zeichen der Einsatzbereitschaft.
Besonders würdigte er die Teilnahme am Leistungsabzeichen in Gold am 26. Juli 2025 in Neustetten. Von den 20 aktiven Mitgliedern der Einsatzabteilung Stockach besitzen nun 18 das Abzeichen – eine herausragende Quote von rund 90 Prozent. Namentlich erwähnte er Carl Mackes und Lucas Stratmann aus Gomaringen sowie Andreas Oster, Christoph Ankele, Fabian Ankele, Felix Ankele, Christof Binder, Samuel Dürr, Matthias Kemmler, Heiko Mezger, Markus Oster und Dominik Schäfer aus Stockach.
Zum Feuerwehrhausneubau informierte Bürgermeister Heß über die geplante Fertigstellung im Frühjahr 2027. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 7,8 Millionen Euro, davon etwa 1,6 Millionen Euro aus Fördermitteln. Für 2026 ist im Feuerwehrhaushalt ein Investitionsvolumen von rund 4,5 Millionen Euro vorgesehen. Trotz zunehmend schwieriger werdender kommunaler Finanzen betonte er: Wer die Allgemeinheit unterstützt, erfährt auch Unterstützung durch die Allgemeinheit.
Abschließend hob er den starken Zusammenhalt der Feuerwehr hervor, dankte den Familien und Arbeitgebern der Feuerwehrangehörigen und würdigte besonders die Jugendarbeit sowie die Altersabteilung unter der Leitung von Günter Letz.
Grußworte des Kreisfeuerwehrverbands
Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Ralf Sauter, berichtete aus dem vergangenen Verbandsjahr. Der Landkreis Tübingen gewann mit seinem Konzept eines „Katastrophenschutz-Tags“ den Publikumspreis beim Wettbewerb „Helfende Hand“. Zudem hat das Brandschutzerziehungskonzept des Landkreises mittlerweile weit über die Kreisgrenzen hinaus Beachtung gefunden – ganze Regierungsbezirke möchten das System übernehmen. Für den Spielmannszug wird ein neuer Leiter gesucht. Als kommende Herausforderungen nannte Sauter die Ablösung der Feuerwehrverwaltungssoftware sowie die Einführung einer neuen Lagesoftware.
Neueinstellungen, Beförderungen und Ehrungen
Neueinstellungen: Max Drixler, Leon Ruoff, Vanessa Meißel
Verpflichtungen: Tim Dürr, Hendrik Mund, Christian Schmieg
Beförderungen zum Feuerwehrmann: Leonie Bazer, Maximilian Bazer, Daniel Schnell, Pia Wetzel, Dennis Klett, Leon Ruoff, Max Drixler
Beförderung zum Oberfeuerwehrmann: Christof Binder, Samuel Dürr, Matthias Kemmler, Dominik Schäfer
Beförderung zum Löschmeister: Fabian Ankele
Beförderung zum Brandmeister: René Wurster
25 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: Jaroslav Paulovic
40 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: Jochen Ankele, Gunther Rapp
Ehrungen der Altersabteilung: Oliver Rilling (40 Jahre), Wolfgang Dürr (50 Jahre), Heinz Oster (60 Jahre)