Waldbrandübung

Angesichts zunehmender Trockenperioden und der damit steigenden Waldbrandgefahr hat die Feuerwehr Gomaringen eine umfangreiche Übung zur Waldbrandbekämpfung abgehalten. In Gomaringen gab es erst 2025 einen Waldbrand – ein deutliches Zeichen, dass das Thema auch vor Ort längst angekommen ist. Beide Abteilungen der Feuerwehr trainierten gemeinsam im Wald oberhalb der Schleifmühle.

Taktik vor Technik – wassersparendes Vorgehen im Fokus

Zu Beginn der Übung stand die taktische Analyse der Lage im Vordergrund. Die Einsatzkräfte übten den wassersparenden Einsatz von D-Löschschläuchen – ein entscheidender Faktor bei Waldbränden, wo Wasserreserven schnell zur knappen Ressource werden können. Gerade in schwer zugänglichem Gelände ist ein durchdachter Umgang mit dem verfügbaren Löschwasser überlebenswichtig für einen erfolgreichen Einsatz.

Pendelverkehr und lange Förderstrecke sichern Wasserversorgung

Die Wasserversorgung wurde zunächst über einen Pendelverkehr mit Tankfahrzeugen sichergestellt. Im weiteren Verlauf der Übung bauten die Kräfte mithilfe des Gerätewagens Transport (GW-T) eine 1.200 Meter lange Wasserförderstrecke auf – von der Wiesaz an der Schleifmühle hinauf in den Wald. Drei Verstärkerpumpen waren erforderlich, um das Wasser über diese Distanz und das ansteigende Gelände zuverlässig zu fördern. Am Ende der Strecke ermöglichte die aufgebaute Versorgung eine konstante Wasserabgabe über mehrere Rohre gleichzeitig.

Gut gerüstet für den Ernstfall

Die Übung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig eine durchdachte Logistik und die enge Zusammenarbeit beider Abteilungen sind. Mit steigenden Temperaturen und länger anhaltenden Trockenphasen ist die Waldbrandgefahr in der Region keine abstrakte Bedrohung mehr – die Feuerwehr Gomaringen ist vorbereitet.