Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gomaringen

Am Samstag, dem 10. Januar 2026, fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gomaringen statt. Aufgrund der laufenden Umbau- und Sanierungsarbeiten am Feuerwehrhaus versammelte sich die Wehr in der Sport- und Kulturhalle Gomaringen. Neben den Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung waren unter anderem Bürgermeister Steffen Heß, Sachgebietsleiter Daniel Leitenberger, der Verbandsvorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Ralf Sauter sowie Mitglieder des Gemeinderats anwesend.

Jahresbericht des Kommandanten

Kommandant Stefan Röhm eröffnete die Versammlung und blickte auf ein einsatzreiches Jahr 2025 zurück. Insgesamt wurde die Feuerwehr Gomaringen zu 67 Einsätzen alarmiert – davon 65 durch die Abteilung Gomaringen und zwei durch die Abteilung Stockach, wobei 13 Einsätze gemeinsam bewältigt wurden. Den Schwerpunkt bildeten technische Hilfeleistungen mit 38 Einsätzen, darunter allein 19 Ölspuren. Hinzu kamen mehrere Brandeinsätze sowie acht Fehlalarme. Acht Personen konnten im Laufe des Jahres gerettet werden, zudem wurden drei Brandsicherheitswachdienste geleistet.

Zum Jahresende 2025 zählte die Feuerwehr Gomaringen 119 Mitglieder: 47 in der Abteilung Gomaringen, 21 in der Abteilung Stockach, 27 in der Altersabteilung und 24 in der Jugendfeuerwehr. Die Einsatzfähigkeit blieb durch die übergreifende Alarmierung der Abteilung Stockach bei größeren Lagen jederzeit gewährleistet.

Im Bereich Ausbildung wurden zahlreiche Lehrgänge auf Kreis-, Landes- und Führungsebene absolviert. Besonders hervorzuheben ist das Bestehen des Leistungsabzeichens in Gold durch eine abteilungsübergreifende Leistungsgruppe.

Organisatorisch geprägt war das Jahr vom Umzug in die Interimsfeuerwehr, der dank großem ehrenamtlichem Einsatz termingerecht abgeschlossen werden konnte. Im September folgte mit dem symbolischen Meißelschlag der offizielle Startschuss für den Neubau des Feuerwehrhauses. Auch in die Ausstattung wurde investiert: Neue Feuerwehrhelme, Maßnahmen zur Einsatzstellenhygiene, digitale Funkgeräte sowie die Beteiligung an der landesweiten Sammelbeschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 10 stärken die Zukunftsfähigkeit der Wehr.

Zum Jahresende zeigte sich erneut die hohe Einsatzbereitschaft – am Silvesterabend und in der Nacht musste die Feuerwehr zu mehreren Brandeinsätzen ausrücken. Kommandant Röhm dankte allen Kameradinnen und Kameraden, Bürgermeister, Verwaltung, Gemeinderat und den Familien der Feuerwehrangehörigen für ihre Unterstützung.

Bericht der Jugendfeuerwehr

Jugendfeuerwehrwart Benjamin Junger ließ das Jahr 2025 Revue passieren, das ganz im Zeichen von Wettkämpfen und Leistungsabnahmen stand. Traditionell startete die Jugendfeuerwehr mit dem Mutscheln ins neue Jahr, bevor die feuerwehrtechnische Ausbildung begann. Bereits im April nahmen sieben Mitglieder erfolgreich an der Jugendflamme Stufe 1 teil. Im Mai folgte die beliebte Familienwanderung mit gemütlichem Grillen.

Das absolute Highlight des Jahres war das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Anfang Juli in Rottenburg. Mit 19 Jugendlichen und sechs Betreuerinnen und Betreuern reiste die Jugendfeuerwehr an. Beim Wettkampf auf Landkreisebene wurden die Jugendflammen der Stufen 2 und 3 abgenommen – drei Mal die Jugendflamme 2 und neun Mal die Jugendflamme 3, alle Teilnehmenden bestanden erfolgreich.

Auch die Jugendfeuerwehr meisterte den Umzug in die Interimsfeuerwehr vor den Sommerferien reibungslos. Am ersten Adventswochenende war sie zudem wieder mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Erfreulich: Abgesehen von zwei Übertritten in die Einsatzabteilung gab es keine Abgänge – es besteht sogar wieder eine Warteliste. Vier neue Jugendliche wurden aufgenommen. Im Betreuerteam beendete Florian Schäfer nach sechs Jahren seine Mitarbeit, zugleich engagieren sich nun erstmals ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr als Betreuerinnen und Betreuer.

Grußworte des Bürgermeisters

Bürgermeister Steffen Heß stellte in seiner Ansprache die große Bedeutung der Feuerwehr für die Gemeinde heraus. Er betonte, dass die Feuerwehr keine Selbstverständlichkeit sei und verwies auf die Einsätze in der Silvesternacht, bei denen die Wehr gleich drei Mal ausrückte, als eindrucksvolles Zeichen der Einsatzbereitschaft.

Besonders würdigte er die Teilnahme am Leistungsabzeichen in Gold am 26. Juli 2025 in Neustetten. Von den 20 aktiven Mitgliedern der Einsatzabteilung Stockach besitzen nun 18 das Abzeichen – eine herausragende Quote von rund 90 Prozent. Namentlich erwähnte er Carl Mackes und Lucas Stratmann aus Gomaringen sowie Christoph Ankele, Fabian Ankele, Felix Ankele, Christof Binder, Samuel Dürr, Matthias Kemmler, Heiko Mezger und Dominik Schäfer aus Stockach.

Zum Feuerwehrhausneubau informierte Bürgermeister Heß über die geplante Fertigstellung im Frühjahr 2027. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 7,8 Millionen Euro, davon etwa 1,6 Millionen Euro aus Fördermitteln. Für 2026 ist im Feuerwehrhaushalt ein Investitionsvolumen von rund 4,5 Millionen Euro vorgesehen. Trotz zunehmend schwieriger werdender kommunaler Finanzen betonte er: Wer die Allgemeinheit unterstützt, erfährt auch Unterstützung durch die Allgemeinheit.

Abschließend hob er den starken Zusammenhalt der Feuerwehr hervor, dankte den Familien und Arbeitgebern der Feuerwehrangehörigen und würdigte besonders die Jugendarbeit sowie die Altersabteilung unter der Leitung von Günter Letz.

Grußworte des Kreisfeuerwehrverbands

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Ralf Sauter, berichtete aus dem vergangenen Verbandsjahr. Der Landkreis Tübingen gewann mit seinem Konzept eines „Katastrophenschutz-Tags“ den Publikumspreis beim Wettbewerb „Helfende Hand“. Zudem hat das Brandschutzerziehungskonzept des Landkreises mittlerweile weit über die Kreisgrenzen hinaus Beachtung gefunden – ganze Regierungsbezirke möchten das System übernehmen. Für den Spielmannszug wird ein neuer Leiter gesucht. Als kommende Herausforderungen nannte Sauter die Ablösung der Feuerwehrverwaltungssoftware sowie die Einführung einer neuen Lagesoftware.


Neueinstellungen, Beförderungen und Ehrungen

Neueinstellungen: Max Drixler, Leon Ruoff, Vanessa Meißel

Verpflichtungen: Tim Dürr, Hendrik Mund, Christian Schmieg

Beförderungen zum Feuerwehrmann: Leonie Bazer, Maximilian Bazer, Daniel Schnell, Pia Wetzel, Dennis Klett, Leon Ruoff, Max Drixler

Beförderung zum Oberfeuerwehrmann: Christof Binder, Samuel Dürr, Matthias Kemmler, Dominik Schäfer

Beförderung zum Löschmeister: Fabian Ankele

Beförderung zum Brandmeister: René Wurster

25 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: Jaroslav Paulovic

40 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: Jochen Ankele, Gunther Rapp

Ehrungen der Altersabteilung: Oliver Rilling (40 Jahre), Wolfgang Dürr (50 Jahre), Heinz Oster (60 Jahre)

Verabschiedungen: Mathias Weimar, Reiner Walz