Historie Abt. Gomaringen ab 1965 S.2 - Freiwillige Feuerwehr Gomaringen

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Historie

1965
6.5.1965 Von Bürgermeister Raff wird das neue Löschfahrzeug LF 8 von der Firma Ziegler aus Giengen übergeben.

LF 8 Baujahr
1965

19.6.1965 – Flugzeugabsturz Typ F 86 in die Waldabteilung Flöckenrain.
Im Reutlinger General-Anzeiger steht unter anderem:
14.02 Uhr: Über Gomaringen braust ein Düsenjäger hinweg, begleitet vom typischen Knall, der beim Durchbrechen der Schallmauer erzeugt wird. Die Maschine dreht nach Dußlingen ab und zieht dort eine Schleife. Hier bahnt sich das Unglück bereits an: Vom Flugzeug löst sich ein Teil: die Kanzel. Der Pilot hat sie Abgeworfen.
14.05 Uhr: Der Düsenjäger hat Nehren erreicht, und die Nehrener beobachten, wie langsam ein Fallschirm zur Erde herabpendelt. Der Pilot, ein Oberleutnant, ist abgesprungen. Die drohende Katastrophe aber rast auf Gomaringen zu.
14.10 Uhr: Die führerlose Maschine hat Gomaringen erreicht. Aber sie ,,schafft“ es glücklicherweise noch, geht über das Dorf hinweg. Sekunden später: Ein ohrenbetäubendes Krachen und Bersten, mit dem sich die abstürzende Maschine in das an der Straße nach Öschingen gelegene Waldstück bohrt und eine tiefe Schneise in den Wald frisst, lässt die zu dieser Zeit, auf den umliegenden Feldern arbeitenden Menschen aus ihrer Tätigkeit hochschrecken, sofern sie das Geschehen nicht schon beobachtet haben. Eine gewaltige Stichflamme schießt über den Baumkronen empor. Rauchwolken steigen auf und immer wieder hört man die Detonationen der explodierenden scharfen Munition.
14.30 Uhr: Die Freiwillige Feuerwehr Reutlingen wird alarmiert. Sie eilt mit drei Fahrzeugen, davon zwei Tanklöschwagen, ihren Gomaringer Kameraden zu Hilfe, die bereits an der Absturzstelle eingetroffen sind. Ebenfalls ,,eingetroffen“ sind auch zahlreiche Schaulustige. Für die Feuerwehr heißt es Alarmstufe 1: Beim Absturz hat die Maschine sofort Feuer gefangen. Die im Umkreis von 100 Metern verstreuten Einzelteile, vor allem das Triebwerk, stehen in hellen Flammen. Und der Wald brennt. Erst geht es mit Trockenlöschern gegen die brennenden Teile des Flugzeugwracks, dann ist auch das Wasser aus den beiden Tanklöschfahrzeugen der Reutlinger Feuerwehr den Berg heraufgepumpt.
16.00 Uhr: Die Gefahr eines Waldbrandes ist gebannt. Im Wald dehnt sich eine beträchtliche Fläche aus, die das Unglück kennzeichnet. Brandgeruch hängt in der Luft. Die Feuerwehr hat ihr Werk getan. Sie kann ihre Schläuche einrollen. Eine Brandwache von vier Feuerwehrmännern wird an der Absturzstelle zurückgelassen, um im Falle eines erneuten Aufloderns der Flammen sofort die Kameraden alarmieren zu können.

Wrackteile

Wrackteile

1968
Am 13.10. war die Übergabe des TLF 16/24 durch Bürgermeister Raff. Das TLF 16 /25 kostet 80.000 DM. Das Löschfahrzeug ist jetzt im Besitz der Feuerwehr, es wurde symbolisch für 1 ,00 DM von der Gemeinde abgekauft. In der Nacht am 23.Oktober um 04.00 Uhr ertönten die Sirenen, weil bei der Firma Gack in der Hinterweilerstraße ein Brand ausgebrochen war. Die Feuerwehr eilte mit allen Löschfahrzeugen und 40 Mann zum Einsatzort (TLF 16/24, LF 8 TS, TSF). Trotz großer Schwierigkeiten gelang es der Feuerwehr eine Katastrophe zu verhindern. Mussten doch ein Öltank mit 5.000 Liter Inhalt und Sauerstoffflaschen, welche im Gebäude untergebracht waren, ständig mit Wasser abgekühlt werden. Das TLF 16/25 kam hier zum ersten mal in den Einsatz. Das Löschwasser wurde aus der neueingerichteten Saugstelle am Lehrschwimmbecken entnommen. Der Schaden beträgt 300.000 DM und die Brandursache unbekannt.



TLF 16/25
Baujahr 1968

1971
28.10.1971 14 Uhr – Großbrand Bauernhof Erwin Nill in Nehren. Eingesetzt war das TLF 16/25 und das LF 8. (Überlandhilfe) Nach zweistündigem Einsatz konnte die Wehr wieder abrücken.
Ein Großbrand hat am Nachmittag ein Bauernhaus in der Ortsmitte von Nehren mit Stallungen, Scheune, Geräteschuppen und Garage restlos zerstört. Dem Feuer, das sich nach ersten Vermutungen nach einem Kurzschluss am Dachständer einer Stromleitung über der Scheune blitzschnell ausgebreitet hatte, fielen sämtliche Gebäude des landwirtschaftlichen Anwesens, die gesamte Ernte, Einrichtung, wertvolle Maschinen, Geräte und ein Teil der 70 Rinder und Schweine umfassenden Viehherde zum Opfer. Nehrens Bürgermeister Fecht hatte die Nachbarfeuerwehren Mössingen, Gomaringen und Dußlingen zu Hilfe gerufen. 25 Mann stark rückte Mössingens Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen und der Drehleiter an, Gomaringen verstärkte mit 20 Mann unter der Leitung von Eugen Lutz und zwei Fahrzeugen, Dußlingen mit einem Fahrzeug und mit sechs Mann unter dem Kommando von Gruppenführer Otto Wuchter und Kommandant Helmut Dieter die Truppen. Die Feuerwehren bezogen das Wasser über alle erreichbaren Hydranten aus der Wasserleitung, aus den drei Brunnen des Dorfes und aus dem 250 Kubikmeter fassenden Feuersee an der Gomaringer Straße, von dem aus die Mössinger Feuerwehr eine 500-Meter Schlauchleitung legte. Tübingens Kreisbrandmeister Landenberger, der den Großeinsatz der vier Feuerwehren beaufsichtigte, schätzte allein den Gebäudeschaden auf mindestens 200.000 DM.

1972
Am 26.1. gab es einen Großbrand in der Rathausstraße 1. Die Wehr wurde um 16.30 Uhr alarmiert und rückte mit TLF 16/24, LF 8 TS und 42 Feuerwehrmänner aus. Die Scheuer und ein Schuppen standen in hellen Flammen und so wurde die Überlandhilfe aus Reutlingen mit TLF 16, LF 16 und 17 Männer angefordert. Aus 16 Rohren wurde Wasser auf das Brandobjekt gegeben. Um 17.00 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, um 18.30 Uhr wurde mit dem ausräumen der Heu und Strohvorräte begonnen, was bis 21.30 Uhr dauerte. Die Höhe des Brandschadens wird auf mindestens 50.000 bis 60.000 DM geschätzt.

1973
Gomaringen kommt in den Kreis Tübingen. Somit gehört auch die Feuerwehr Gomaringen zum Kreisfeuerwehrverband Tübingen. Die Feuerwehren Gomaringen und Stockach bilden nun eine Gesamtfeuerwehr.

1975
Bei de Hauptversammlung wird Walter Pflumm zum Kommandanten und als Stellevertreter Willi Kuttler aus Stockach gewählt.Kommandant Eugen Lutz, welcher dieses Amt 28 Jahre innehatte wurde zum Ehrenkommandanten ernannt. Er war insgesamt fast 50 Jahre bei der Feuerwehr und ist im Besitzt
der Feuerwehrehrenzeichen in Silber und Gold.
Seit dem 15.Oktober wird die Gomaringer Feuerwehr über Funk alarmiert.

Funktisch im alten Gerätemagazin

1976
Eine ganz besondere Übung fand am 21. August auf dem ,,Horn“ statt. Das Brandobjekt der Bienenstand von Georg Müller. Eine Sau stand auf dem Spiel, als man spätnachmittags von der Wiesaz Brücke bei der Schleifmühle bis hinauf zum Horn (der höchsten Erhebung in der Nähe) eine Leitung legte. Die war schließlich gut einen Dreiviertelkilometer lang, als es nach einer knappen Viertelstunde oben ,,Wasser marsch!“ hieß. 47 B- und 3 C-Schläuche hatten die Männer verlegt und dabei etwa 70 Meter Höhenunterschied überwinden müssen. Vier Pumpen waren außerdem dazwischengeschaltet worden sowie am Ende ein Verteiler - und als dann der erste Strahl aus einer der drei Düsen kam, hatte man das Schwein sozusagen schon auf dem Teller. Um ein solches nämlich ging es bei einer Wette zwischen der Feuerwehr und Georg Müller, die im Januar dieses Jahres nach einer Unterrichtsstunde in der ,,Krone“ in Hinterweiler abgeschlossen worden war. Während der Plattenleger, der auf dem Horn einen Bienenstand sein eigen nennt, behauptet hatte, die Feuerwehr brächten bis dorthin keine Leitung, waren die Angesprochenen der festen Überzeugung, dass das ohne weiteres zu schaffen sei. Und am Samstag bewiesen sie’s. Wie sicher sie ihrer Sache waren, beweist, dass Kamerad Manfred Kuttler derweil schon geschlachtet hatte und man sich deshalb gleich anschließend an den ,,Einsatz“ über die Metzelsuppe hermachen konnte

1977
17.04. Flugzeugabsturz beim Spundgraben im Gewann ,,Lochern“, eingesetzt waren TLF 16/24, LF 8 und 21 Feuerwehrmänner. Ein 40jähriger Kaufmann aus München wollte sein Sportflugzeug (Beech Bonanza) von Baden-Oos nach München-Riem überführen. Über Gomaringen setzte aus ungeklärter Ursache der Motor aus, worauf der Pilot gegen 9.20 Uhr eine Notlandung improvisierte. Zum Glück wurde der Münchner bei dem Aufprall nur leicht verletzt und konnte sich mit eigener Kraft aus der demolierten Kabine befreien. Der Schaden beläuft sich auf 100.000 DM.

1979
Nachdem am 17. April 1978 der Grundstein für das neue Feuerwehrhaus gelegt wurde konnte nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit und mehreren Arbeitseinsätzen der Wehr am 19.05.1979 die Einweihung stattfinden. Dies war für die Feuerwehr ein ganz besonderes Ereignis, war man doch Jahre lang ohne Sanitäre- und Versammlungsräume im Farrenstall untergebracht. Zu der Einweihung kamen auch Gäste aus unserer Partnerstadt Arcis-sur- Aube in Frankreich.

Feuerwehrhaus 1979

1980
Am 9.6. kurz nach 20.00 Uhr bekam die Feuerwehr Hochwasseralarm. Die Wiesaz und der Erdmannsbach hatten mit ihren Wassermassen teilweise ganze Straßenzüge überflutet. Bis am andern Morgen um sechs Uhr waren die Feuerwehrleute im Einsatz um in der Schumannstraße, Paul-Gerhard-Straße und Mozartstraße die Keller leer zu pumpen.

1982
Vom 3.9. bis 6.9 feierte die Feuerwehr Gomaringen 150 Jahre Feuerwehr Gomaringen verbunden mit dem Kreisfeuerwehrtag. Am Freitagabend war die offizielle Übergabe des LF 16TS durch BM Manfred Schmiderer. Kosten 600.000 DM. Samstags war ein Bunter Abend mit Marianne und Michael im vollbesetzten Festzelt und Sonntagnachmittags bewegte sich ein großer Festzug mit den Feuerwehren aus dem Kreis Tübingen und Nachbarwehren aus dem Kreis Reutlingen durch Gomaringen. Auch aus der Partnerstadt Arcis-sur- Aube war eine Abordnung gekommen. Abends ein Buntes Programm der Gomaringer Vereine. Das Fest klang am Montag mit einem Kinderfest aus. Als Gegenbesuch fuhr dann am 4.12. eine Abordnung mit 32 Teilnehmern zum Fest der Schutzpatronin Santa Barbara nach Arcis-sur-Aube.

1985
Walter Pflumm, Kommandant und sein Stockacher Stellvertreter, Abteilungskommandant Willi Kuttler, erhielten nach 45, respektive 34jährigem aktivem Dienst ihre Abschiedsurkunden und wurden für ihre Verdienste von Bürgermeister Schmiderer zu Ehrenkommandanten ernannt. Gleichzeitig ernannte er drei neue Feuerwehrchefs: Hans-Georg Walter wurde in der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr am 5. Januar zum neuen Kommandanten gewählt und vom Gemeinderat bestätigt. Zu seinen Stellvertretern bestimmten die Feuerwehrmänner Herbert Wuchter, Gomaringen und Willy Junger, Stockach, jeweils zuständig für ihre Heimatgemeinden als Abteilungskommandanten. Ihnen bot der Bürgermeister vertrauensvolle Zusammenarbeit seitens der Gemeinde an, nicht jedoch ohne die künftige Entwicklung abzustecken: „Die technische Ausstattung ist abgeschlossen. Die Ausrüstung entspricht den Anforderungen. Ihre Aufgabe ist es, den Ausbildungsstandard beizubehalten, wo notwendig, auszubauen.“ Unter den vielen Gästen war auch eine Abordnung aus der Partnerstadt Arcis-sur- Aube gekommen.

Am 9. März ist in der Partnerstadt Arcis-sur-Aube in Frankreich der Feuerwehrmann Korporal Didier Ployez beim Einsatz ums Leben gekommen. Eine Abordnung aus Gomaringen nimmt an der Beerdigung teil.

1986
Bei der Partnerschaftsfeier am 21.09. bekommt der Kommandant Fourny von der Feuerwehr Arcis-sur-Aube die Medaille für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Feuerwehrverbandes vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Tübingen, Fritz Dürr überreicht.

Kommandant Fourny

1987
Das Jahr 1987 war ein sehr ereignisvolles Jahr. Begann doch in der Nacht am 6.9. kurz vor 24.00 Uhr mit dem Brand der Tankstelle Kriegbaum eine ungeahnte Brandserie, welche die Feuerwehr und die Bevölkerung in Atem hielt. Kaum war man zu Hause, gab es anderntags um 6.45 Uhr schon wieder Feueralarm und es brannte das Jugendhaus Richtung Nehren. Ein Schuppen mit landwirtschaftlichen Geräten brannte dann am 9.10. um 0.16 Uhr im Gewann Heckberg. Der vierte Brand war am 17.10. um 1.33 Uhr ein Wohnhaus mit Scheune mitten im Ort. Der Brandstifter wechselte nun in den Ortsteil Hinterweiler und die Feuerwehr wurde am 19.06. um 4.36 Uhr alarmiert, weil in der Stockacher Straße ein Wohnhaus brannte. Jetzt setzte die Kriminalpolizei für den Hinweis auf den Brandstifter 10.000 DM aus. Der mutmaßliche Brandstifter wir am 5.11. festgenommen. Ein 31jähriger Dußlinger gesteht vier Brände gelegt zu haben. Doch am 8.11. abends um 23.32 wurde man wieder zu einem Großbrand in die Tübinger Straße alarmiert. Hinweise die zur Ergreifung der Brandstifter führen werden mit 20.000 DM honoriert. Am 20.01.1989 wird der mutmaßliche Brandstifter zu zweieinhalb Jahre Haft und Einweisung in ein Psychiatrisches Krankenhaus verurteilt.
Ein weiteres Ereignis war dann beim Tag der offenen Tür. Der Bundesverteidigungsminister Manfred Wörner kam zu Besuch und nahm bei der Feuerwehr das Mittagessen ein. Der Grund seines Besuches waren familiäre Bindungen zu unserem Gerätewart Wilhelm Wörner.



Bilder von der Brandserie

1989
15.3. Übergabe des MTW durch BM Manfred Schmiderer an die Abteilung Gomaringen. Der Ford Transit hat 78 PS Fünf - Gang - Getriebe Standheizung und ein Sperrdifferential. Der MTW kostet 48.000 Mark, 40 Prozent zahlt das Land, beinahe genau so viel zahlt die Gemeinde, der Rest wird von der Feuerwehrkasse finanziert.

1990
Aus Anlass des 26. Deutschen Feuerwehrtag in Friedrichshafen vom 14.06. bis 19.6. Motto „Feuerwehr Mensch und Technik“ organisierte die Feuerwehr ein Zeltlager in Hagnau auf dem Campingplatz Kirchberg. Die meisten Teilnehmer am Grundausbildungslehrgang sowie einige weitere Feuerwehrangehörige nahmen unter der Leitung von Manfred Kühbauch teil. Am Sonntag nahm man am Festzug teil. Auf dem Zeltplatz war auch eine Gruppe von der Feuerwehr Mühlau Sachsen, mit der man sich am Abend zum gemütlichen Beisammensein traf.

1991
Im Rahmen der 800 Jahr Feier der Gemeinde Gomaringen war die Feuerwehr sehr aktiv. So veranstaltete man am 1. Juni eine Historische Übung an der Wiesaz mit alten Löschgeräten und einem Hock. Beim Aufstellen und Abbrechen des Festzeltes wurden die Feuerwehrmänner eingesetzt. Als sich dann am Sonntag der Historische Festzug bewegte war die Feuerwehr mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. So wirkte man im Festzug mit, die Absperrung wurde übernommen und Eintritt kassiert.
30.06. 18.55 Uhr Großbrand auf dem Gelände der ehemaligen Firma Gack. Eingesetzt waren: LF 16-TS, TLF 16/24, LF 8, MTW. Der Balinger Stadtbrandmeister leistete Mithilfe, er war auf der L384 unterwegs und sah den Brand. Das Feuer wurde unter Atemschutz mit 2 B- und 3 CRohren bekämpft. Der Sachschaden beträgt 250.000 DM.



Wasserträger-
innen

1994
Am 27.05. morgens um 07.22 Uhr verunglückte ein PKW Trabant zwischen Gomaringen und Ohmenhausen. Er kam von der Fahrbahn ab und prallte auf einen Baum. Beim Eintreffen war noch eine Person eingeklemmt; diese konnte erst nach Bergung des Fahrzeuges mit der Winde vom Rüstzug Mössingen gerettet werden. Der Vater des Unfallbeteiligten lud alle Rettungskräfte, welche am Unfall im Einsatz waren, nach Bad Urach zum Abendessen ein. Sein Dank dafür, dass sein Sohn noch lebt und keinen bleibenden Schaden davontrug. (Kommt selten vor).

1995
Eine Technische Hilfeleistung besonderer Art gab es am 12.7. Bei der Fa. Coca-Cola waren ca. 9.000 Sprudel Kisten umgestürzt. Die 30 Männer erbrachten bei den Aufräumarbeiten wahre Höchstleistungen. Umgerechnet verräumte jeder ca. 4t.

1996
Bei der Schlosssanierung beteiligte sich die Feuerwehr. An zwei Samstagen wurde das Dach abgedeckt.
Nach mehreren Jahren des Anschauens und Aussuchens war es am 13.12. nun soweit, dass das LF 16/12 durch Bürgermeister Schmiderer der Feuerwehr übergeben werden konnte. Hierzu war die Wehr mit allen Abteilungen in der Fahrzeughalle angetreten.

LF 16/12 Baujahr 1996

1997
Besuch der Feuerwehrkameraden aus Arcissur-Aube am 12.04. Anlässlich des Besuchs wurde eine gemeinsame Übung der Freiwilligen Feuerwehren aus Dußlingen, Nehren und Gomaringen sowie der DRK-Bereitschaft Gomaringen - Nehren durchgeführt. Das Übungsobjekt war erstmals das Karl -von- Frisch-Gymnasium. Abends war ein Kameradschaftsabend, der durch die „KäLoKa“ musikalisch umrahmt wurde. Am Sonntag war eine Besichtigung der Feuerwehrleitstelle, Mittagessen in der Neckarmüllerei mit anschließender Stadtführung durch Tübingen. Anschließend Besichtigung der Schnapsbrennerei Junger mit Probe und Vesper im Florianskeller Stockach.

Da das LF 8 in die Jahre gekommen war wurde es durch Kontakte des Kommandanten nach Ungarn für 3.000 DM verkauft. Gyekènyès, ca. 860 Kilometer entfernt, hieß das Ziel. Mit insgesamt vier Fahrzeugen und 18 Feuerwehrangehörigen wurde das LF 8 nach Ungarn am 19.4. überführt. Dort wurde die Übergabe des Fahrzeuges zusammen mit der örtlichen Feuerwehr gefeiert. In diesem Rahmen wurde von uns eine Schauübung durchgeführt, in der die Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeuges gezeigt wurden.

Schlüsselübegabe in Ungarn

30.5. Aufgrund der Einladung der FF Mühlau besuchten mehrere Feuerwehrangehörige deren Fest anlässlich des 125-jährigen Jubiläums und der Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus in Mühlau.

Festzug in
Mühlau

1999
Das Sturmtief Franz war nur ein kleiner Vorgeschmack auf das was noch kommen sollte. Mehrere Dächer sind vom Sturm abgedeckt worden. Deshalb mußten die Dächer mit Dachplatten oder Planen zugemacht werden. An der K 6902 musste ein umgestürzter Baum beseitigt werden. Der Orkan Lothar am zweiten Weihnachtsfeiertag beschäftigte die Feuerwehr an 131 Einsatzstellen insgesamt drei Tage. Dies war wohl der größte Einsatz der Feuerwehr Gomaringen und auch der Nachbarwehren. Wieder wurden Dächer mit Dachplatten und Planen zugemacht und umgestürzte Bäume beseitigt. Zur Beseitigung der Schäden an der Kirche wurde eine Drehleiter von der Feuerwehr Tübingen angefordert.

2000
Ein Halogenscheinwerfer löste in der Tübinger Straße am 23.11. einen Großbrand aus. Die Abt. Gomaringen war mit allen Fahrzeugen und 41 Mann im Einsatz. Auch die Abt. Stockach war im Einsatz, ebenso die Drehleiter aus Mössingen. Die Bewohner, eine sechsköpfige Familie wurde in einer Wohnung der ev. Kirchengemeinde untergebracht. Der Brandschaden wird auf 100.000 bis 150.000 Mark geschätzt.

2001
Am 15. Oktober wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen, der für große Aufregung sorgte. In Stockach entdeckte eine Frau beim Brieföffnen ein weißes Pulver. Es wurde angenommen, dass es sich um Milzbranderreger handelt. Die Feuerwehr sperrte das Gebäude ab und der Gefahrgutzug Tübingen-Derendingen verpackte den Brief und brachte ihn in die Medizinische Mikrobiologie an der UNI Tübingen. Es gab innerhalb kürzester Zeit noch zwei weitere Einsätze dieser Art. Es war aber, wie auch in dem ersten Einsatz, nie der Milzbranderreger.

Ausrüsten zum Einsatz



13.12. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichte BM Manfred Schmiderer der Feuerwehr ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/25. Das hochmoderne Fahrzeug ist eines der ersten seiner Art in Baden-Württemberg.
Es kostete insgesamt 476.000 DM. Voller Stolz nahm Kommandant Hans-Georg Walter und Abteilungskommandant Manfred Kühbauch das Fahrzeug in Besitz.

TLF 16/25 Baujahr 2001

2002
Beim Hochwassereinsatz im August waren 22 Einsätze zu verzeichnen. Zum dritten mal innerhalb vier Jahren brannte der Schafstall von Herbert Lauer im Gewann „Birken“. Der Brand wurde vorsätzlich gelegt.

2003
Mit der Festnahme des Brandstifters ging ein trauriges Kapitel der Feuerwehrgeschichte am 4.7. zu Ende. Der Brandstifter hatte gestanden, in 12 Jahren 30 Brände gelegt zu haben. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt 150.000 Euro. Als Motiv führte der Brandstifter an, er habe die Brände nur deshalb gelegt, um sie als Feuerwehrmann löschen zu können.

2004
Mit einem bunten Festwochenende feierte man das 25-jährige Jubiläum des Feuerwehrhauses. Eine Fahrzeugschau und die Übung der Höhenrettungsgruppe aus Reutlingen waren Programmpunkte bei dieser Veranstaltung. Die Höhenrettungsgruppe, welche im Jahr 1995 gegründet wurde, zeigte zusammen mit dem DRK Gomaringen – Nehren eine Übung am 25 Meter hohen Kran bei der Firma Niklaus. Hier war ein Mann in einer lebensbedrohlichen Lage und musste vom Ausleger abgeseilt werden. Die Höhenrettungsgruppe Reutlingen ist für den Regierungsbezirk Tübingen zuständig. Zu einem schweren Unfall auf der Landstraße nach Ohmenhausen wurde die Feuerwehr gerufen. Ein Kleinlaster war mit einem Pferd zusammengestoßen, wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert und stieß dort mit einem entgegenkommenden PKW zusammen. Das Pferd wurde beim Aufprall getötet, eine Person schwer verletzt und zwei Personen leicht. Sachschaden rund 10.000 Euro.

2005
15.1. In der Führung gibt es einen Wechsel. Als Kommandant wird Willy Junger und als Stellvertreter Günter Buck gewählt. Günter Buck ist gleichzeitig auch Kommandant der Abt. Gomaringen.

26.1. Unser Ehrenkommandant Walter Pflumm ist am 21. Januar verstorben. Walter war 45 Jahre aktiv mit mehreren verantwortungsvollen Aufgaben betraut. Er war 10 Jahre Kommandant und hat die Altersabteilung mitgegründet. An seiner Beerdigung nahmen zahlreiche Kameraden aus den Kreisen Reutlingen und Tübingen teil. Die Gomaringer Wehr begleitete ihn auf seinem letzten Weg und stellte eine Ehrenwache.

29.1. Nach 20 Jahren Kommandant der Feuerwehr Gomaringen wurde Hans Georg Walter von dem aktiven Dienst in den Ruhestand (Altersabteilung) verabschiedet. Während seiner Dienstzeit wurden 956 Einsätze erfolgreich absolviert. In seiner Laufbahn war er 160.000 Stunden in Bereitschaft. Bürgermeister Schmiderer unterstrich den selbstlosen Einsatz für die Bevölkerung. Kreisbrandmeister Hermann lobte die exzellente Führungsarbeit. So hatte die Feuerwehr Gomaringen nie mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen und war personell immer gut aufgestellt. Der scheidende Kommandant gab die zuvor ausgesprochenen Anerkennungen an die Mannschaft weiter. Er bedankte sich bei seiner Frau Inge für die vielen Stunden, die sie ohne ihn auskommen musste. Mit dem Spruch der Feuerwehr „Einer für alle, alle für einen“ verabschiedete er sich von der Mannschaft.


Willy Junger
Hans Georg
u.
Inge Walter

04.10. Großbrand der Gaststätte zum Albblick. Eingesetzt waren: von der Abt. Gomaringen 4 Fahrzeuge und 30 Mann, von der Abt. Stockach ein Fahrzeug und 19 Mann, aus Lustnau der GW-AS und 3 Mann.

2006
05.5. Wieder ist ein schwerer Verkehrsunfall mit 2 Pferden auf der L 384 Richtung Ohmenhausen. Eine Frau wurde schwer verletzt, als zwei ausgebrochene Pferde mit ihrem Pkw kollidierten. Die zwei an der Kollision beteiligten Pferde verendeten noch an der Unfallstelle.
Vom 16. bis 18. September war in unserer Partnerstadt Arcis-sur-Aube 30jährige Partnerschaftsfeier, an der auch eine Abordnung der Feuerwehr teilnahm. In Dettenhausen belegte eine Fußballmannschaft der Feuerwehr Gomaringen beim Feuerwehr-Fußballturnier den 1. Platz.


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Großbrand
Stockach

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