Historie Abt. Gomaringen ab 1832 S.1 - Freiwillige Feuerwehr Gomaringen

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Historie

»Das Feuerlöschwesen in Gomaringen.«

Wenn wir die Chronik der Feuerwehr schreiben, dann können wir auf die Lokalfeuerlöschordnung zurückgreifen, die der Gemeinderat von Gomaringen und Hinterweiler am 19. Januar 1832, also vor 175 Jahren, erließ. Aus diesem Anlass feiert die Feuerwehr »175 Jahre Feuerwehr Gomaringen«, da unsere Vorfahren schon das 100- und 150jährige Jubiläum gefeiert haben. Nach den heutigen Richtlinien hat eine Feuerwehr erst dann bestanden, wenn ein Kommandant einer Feuertruppe vorsteht und dies war in Gomaringen erst 1874 der Fall.
Sicher wurde auch schon früher Brandbekämpfung praktiziert; dies ist aus der Festschrift »150 Jahre Feuerwehr Gomaringen« ersichtlich. Ab 1832 wurden nach den vorliegenden namentlichen Listen, welche in Gomaringen im Archiv aufbewahrt sind, die männlichen Einwohner bis zu 60 Jahren in Rotten eingeteilt, und zwar in Gomaringen nicht, wie angeordnet, nach dem Alter, sondern nach der »Wache«. Es gab in Gomaringen 4 Rotten mit je zwischen 50-60 Mann und in Hinterweiler ebenfalls 4 Rotten mit je 12-15 Mann. Sie standen unter der Leitung von Gemeinderäten als Rottenführer.
Die vom Gemeinderat im Jahr 1832 erlassene »Local-Feuer-Lösch-Ordnung« fußte auf der Landes-feuerlöschordnung vom 20. Mai 1808 und kann als Geburtsstunde einer organisierten Feuerwehr in Gomaringen angesehen werden Wie damals die Bekämpfung der Brände organisiert und wie überhaupt die Verhältnisse in der damaligen Zeit waren, sollen die folgenden Auszüge aus der ersten Feuerlöschordnung zeigen.

»Anstalten bey entstehendem Feuer im Ort.«

So wie Feuer in einem Gebäude ausbricht oder auch nur ein Rauch bemerkt wird, so ist der Eigenthümmer oder Miethmann und im Fall, der Abwesenheit sein Eheweib, seine Kinder oder Dienstbotten verbunden, unverzüglich dem ersten Ortsvorsteher davon Anzeige zu machen und jeder der diß unterläßt, wird um 15 fl. (Gulden) gestraft.
Zu gleicher Zeit mit dieser Anzeige können die dienlich scheinenden Vorsichts- und Hülfsanstalten mittelst Herbeirufung von Nachbarn, Handwerksleuten und dergleichen von dem Hausbesitzer zwar getroffen werden, allein die weitere Leitung der Löschanstalten ist dem Ortsvorsteher zu überlaßen.
Außer den Haus Besitzern, hat jeder welcher einen Brand sei der in oder außer dem Ort bemerkt, sogleich Lärm zu machen. Jedoch darf die Sturmglocke ohne Vorwißen des Ortsvorstehers nicht angezogen werden, es wäre denn, daß die Flammen schon aus dem Gebäude herausschlügen, u. also die Gefahr schon sehr groß wäre.
Der Orts Vorsteher oder in deßen Abwesenheit sein Amtsverweßer hat nach erhaltener Nachricht von der Feuers Gefahr, sogleich an Ort u. Stelle sich zu begeben um sich von der Beschaffenheit des Brandes ganz genaue Kenntniß zu verschaffen, bei der unbedeutend scheinenden Gefahr kann ein weiterer Feueralarm unterbleiben.
Bei größerer Gefahr und wen er glaubt das Feuer könne nicht mehr gedämpft werden, ist sogleich mit allen Glocken Sturm zu läuten und zugleich ein Feuerbericht durch einen reitenden an das Oberamt zu erstatten welcher verbunden ist in einer Halben eine ganze Stunde Weg zurückzulegen (also doppelt so schnell zu reiten wie normal). Außerdem werden auch noch Feuerreiter in alle zunächst liegende Ortschaften abgesendet um Hülfe daher zu holen.
Pferdeinhaber, die nicht sofort mit gesattelten oder angeschirrten Pferden vor dem Rathaus erscheinen werden mit 3 Gulden 15 Kreuzer Strafe bedroht.
Ferner haben alle Weibspersonen welche nach ihren Verhältniß hiezu tauglich mit Waßer Gölten zu erscheinen.
Haben die Maurer u. Zimmerleute mit Äxten u. Zwiespiz unverzüglich auf dem Brandplaz zu erscheinen um nach Anleitung des ersten Orts - Vorsteher sie verwenden zu können.
Zugleich darf der Schultheiß bei Ausbruch des Brandes nicht unterlaßen sogleich genaue Erkundigung einzuziehen, ob Personen in dem brennenden Gebäude zurück geblieben sind und im Falle eine vermißt wird, daß dieselbe gerettet wird. Beherzte starke und gewandte Personen sind hiezu aufzufordern und ihnen Belohnung oder Auszeichnung, wenn sie die Rettung zustande bringen, zu versichern.
Die Küfer und Kübler müßen mit ihren Butten oder ihren kleinen Zubern u. Standen alsbald erscheinen.
Die Weiber in der Nachbarschaft der Brandstätte sollen bey Strafe wenn es im Winter brennt sogleich heises Waßer (machen) bereit halten damit man durch die Anwendung desselben das Einfrieren der Spritzen verhüten kann.
Bei einem Brand im Ort bei Nacht muß jeder Hausbesitzer eine Laterne mit brennendem Licht an seinem Hauße aushängen damit u. a. die schlechten Leuten die öfters ein Brand Unglück zum stehlen benuzen desto ehender endekt werden.
Des weiteren wird angeordnet, dass die Hausbesitzer in der Nähe des ausgebrochenen Brandes Zuber oder Standen u. Gölten in den oberen Teil des Gebäudes schaffen und solche mit Wasser füllen, um eine Ausweitung zu verhindern.
Wer sich der Verbindlichkeit dieser Hülfeleistungen absichtlich entzieht oder auch nur träge ist und nicht den erhaltenen Aufträgen willige und augenblickliche Folge leistet, hat scharfe Ahndung zu erwarten.
Bloße Zuschauer bey einem Brande sie mögen sein wer sie wollen, werden nicht geduldet, sondern zur Arbeit angehalten.
Es gibt außerdem Bestimmungen über das Niederreißen von Gebäuden, wenn die Löschungsmittel durchaus nicht mehr anschlagen.
Die Leitung der Löscharbeiten lag bis zum Eintreffen des Oberamtmannes in den Händen des Ortsvorstehers. Ihm zur Seite standen als Gehülfen oder Assistenten die Gemeinderäte als Rottenmeister. Der eine hatte die Aufgabe, die Reihen zu bilden, daß die Feuereimer in 2 Reihen gehörig hin u. her laufen, der andere beaufsichtigte die Schöpfgelegenheiten wie z. B. Brunnen oder bei niedrigem Wasserstand die Stauung des Bachs mit Wasserbalken, ein dritter ist für den Einsatz der Feuerspritzen verantwortlich, die weiteren für die Anlegung der Feuerleitern und der Feuerhaken.
In der Ziffer B Feuer-Anstalten, wenn es auswärtig brennen sollte sind Bestimmungen enthalten, was zu tun sei, wenn die örtliche Feuerwehr durch einen Feuerreiter nach auswärts geholt wird. Auch hier gilt strenge Ordnung und Disziplin. Die Löschmannschaft wird nur nach auswärts geschickt, wenn die Entfernung nicht größer als 4 Gehstunden. Unterwegs darf keine Erfrischung eingenommen werden. Am Eingang des brandgeschädigten Ortes hat der Spritzenmeister zu halten und weitere Anordnung abzuwarten.
Die Bezahlung der Feuerwehrleute ist genauestens geregelt, ja selbst, was zur Erquickung gereicht werden darf.
Ehe eine Feuerrotte gearbeitet hat darf ihr keine Erfrischung u. diese überhaupt nur wenn der Obmann nach vorheriger Anfrage bey den dirigierenden Beamten hierzu die Erlaubnis erhalten hat. Die Kosten hierzu trägt diejenige Gemeinde welche die Feuerrotte angehört. Es darf hingegen nicht weiter als 1 Schoppen Wein oder 2 Schoppen Bier u. 2en Brod per Mann welche anwesend sind abgegeben werden. Für die Pferde der Feuerreiter und der Fuhrleute gab es Hafer.
Die Löschordnung von 1832 wurde in den folgenden Jahren mehrmals revidiert. Die neue Ordnung von 1832 war aber dringend notwendig, sie musste sich schon 3 Jahre später bewähren.

1835
Großbrand: 5 Gebäude fallen der Feuersbrunst zum Opfer. Da die Löschmannschaft von 21.00 Uhr bis morgens 5.00 Uhr sich nicht von der Brandstätte entfernen durfte, wurde ihnen in der Sonne ein Frühstück auf Kosten der Gemeindekasse gereicht.

1837
Kauf einer Trag- und Feuerspritze von der Firma Chr. Adam Kurtz Reutlingen für 130 Gulden.

1839

Hinterweiler Rotten bekommen eine Handfeuerspritze hergestellt von der Firma Chr. Adam Kurtz Reutlingen. Der Spritzenmeister bekommt ein Jahresgehalt von 1 Gulden und 30 Kreuzer.

Handdruck-
spritze
1837

1854
In der Nacht vom 29. auf 30. Januar brennt in Hinterweiler ein Bauernhaus und vom 9. auf 10. März in Gomaringen 3 Scheunen in der Nähe der Kirche, dabei ist die so genannte Abtscheuer.

1861

Es wird angeschafft: Eine Feuerwehrleiter und 2 Feuerhaken. Ein Schlauchführer wird aufgestellt, er ist mit Gurt und Beil bewaffnet und mit einem 50 Meter langen Seil versehen.

1862

Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass die Feuerwehr mit den vorhandenen Geräten ganz auf der Höhe und jedem Brand gewachsen ist.


1873
Beim Spritzenmeister Münster in Ebingen wurde am heutigen Tage eine Saugfeuerspritze unter folgenden Bedingungen veracodirt. Der Fabrikant erhält nach der Ablieferung und deren Übernahme die Summe von 1324 Gulden.

1874

Am 7. Januar Gründungsversammlung einer Freiwilligen Feuerwehr. Als Kommandant wird Jakob Renz gewählt. Er trat aber bereits nach 3 Wochen zurück, als sein Vorschlag die Ausrüstungsgegenstände bei Gomaringer Handwerkern fertigen zu lassen, kein Gehör findet. Darauf wird der Ochsenwirt Jakob Rilling als Hauptmann gewählt. Im Juni stellt dann der Gemeinderat neue Statuten für die Freiwillige Feuerwehr auf.

1881
Fahnenweihe der Gomaringer Feuerwehr am 24. Juli 1881. Dies war wohl ein größeres Fest, denn die Feuerwehr durfte zur Schmückung des Dorfes aus dem Gemeindewald 115 Tännchen hauen. Die Gemeinde finanzierte die Fahne mit einem Beitrag von 115 Mark, jedoch unter der Bedingung dass sowohl die gegenwärtige als zukünftige Feuerwehrmannschaft keine Ansprüche an die Feuerwehrfahne zu machen hat und solle dieselbe als Eigentum für künftige Zeiten auf die Gemeinde übergehen. Das Fest begann am Morgen mit Tagwache durch die Musikkapelle der Tübinger Militärmusik, um 10.00 Uhr Kirchgang aber ohne Fahne, um niemand Ärgernis zu geben, um 12.00 Uhr Hauptprobe am Rathaus. Nach dem Mittagessen Festzug durch den Ort mit 24 Vereinen. Auf dem Festplatz trafen sich dann 2000 Festteilnehmer. Der Toast auf seine Majestät den König als den Förderer des Feuerlöschwesen, vom Festredner ausgebracht, wurde von allen mit kaum beschreiblichem Enthusiasmus aufgenommen. Nachdem die Gäste weg waren, traf man sich noch im Gasthaus zum Ochsen zu einem Festmahl. Hier ging es sehr heiter zu, so dass einige freiwillige Mitglieder wegen Tanzens und kritischer Äußerung über den Gemeinderat bestraft wurden, worauf die Freiwilligen (die Steigerabteilung) geschlossen ihre ganze Ausrüstung abgab. Daraufhin musste wieder eine Gesamtpflichtfeuerwehr gegründet werden. Bei 1771 Einwohnern (1398 in Gomaringen und 373 in Hinterweiler) waren 182 Feuerwehrmänner in Gomaringen und 77 in Hinterweiler  erpflichtet.





Feuerwehr-
fahne von
1881

1884
Die Rotten in Gomaringen und Hinterweiler werden neu eingeteilt.
I. Feuerrotte   Gomaringen    57 Mann  II. Feuerrotte  Gomaringen    16 Mann  III. Feuerrotte Gomaringen    48 Mann  
IV. Feuerrotte Gomaringen   39 Mann   I. Feuerrotte    Hinterweiler   13 Mann   II. Feuerrotte   Hinterweiler   10 Mann
III. Feuerrotte  Hinterweiler   11 Mann IV. Feuerrotte    Hinterweiler    24 Mann
Zusammen:   Gomaringen  164 Mann                        Hinterweiler     58 Mann das sind insgesamt 222 Mann. Die Männer der Steigerabteilung erhalten ein Kleidergeld von 3 Mark im Jahr.

18.10.1884 23.00 Uhr – Brand Ökonomiegebäude beim Schloss.
Als Feuerreiter wird abgeschickt nach Reutlingen Georg Schucker, nach Dußlingen Jakob Weimar. Dußlingen leistet Nachbarschaftshilfe.
In der Schwarzwälder Kreiszeitung steht:
Reutlingen 20. Okt. Gesternnacht zwischen 11 und 12 Uhr bemerkte der hiesige Hochwächter eine ungewöhnliche Helle, welche auf einen Brandfall schließen ließ. Es brannte in dem zwei Stunden von hier entfernten Gomaringen und zwar im oberen Teile des Dorfes in der Nähe des Schlosses, welches hoch über dem von der Wiesaz durchflossenen unteren Teile des Dorfes gelegen und ganz ohne Wasser ist. Das vom Feuer ergriffene Gebäude, ein großes 2stock. Wohn- und Ökonomiegebäude, welches vollständig zerstört wurde, war Eigentum und bewohnt von drei Familien, welche zur Zeit des Ausbruchs des Feuers im Schlafe lagen und außer dem Vieh fast nichts als das nackte Leben retteten. Da die Herbeischaffung des Wassers ungewöhnlich Schwierigkeiten machte und da das ganze Haus sehr solid aus Eichenholzfachwerk erbaut war, so war das Feuer ein so hartnäckiges, dass es den vereinigten aufopferungsvollen Anstrengungen der Feuerwehren von Gomaringen und der Nachbargemeinde Dußlingen erst gegen Tagesanbruch vollständig gelang, des Feuers Herr zu werden. Nur dem energischen und ausdauernden Eingreifen dieser Feuerwehren, sowie der im Wassertragen die ganze Nacht durch unermüdlichen weiblichen Einwohnerschaft von Gomaringen ist es zu verdanken, daß einige in gefährlicher Nähe des abgebrannten Hauses stehenden gefüllten Scheunen vor dem Schicksal bewahrt wurden, ein Raub der Flammen zu werden. Die Brandbeschädigten sind mit ihrem Mobiliar versichert. Als Entstehungsursache des Feuers wird unvorsichtiger Gebrauch von Licht am Kirchweihabend vermutet.


1886

Bei der Firma Heinrich Kurtz in Stuttgart wird eine vierrädrige Saug- und Druckfeuerspritze Modell: Landspritze No. 4 für die Filialgemeinde Hinterweiler zum Preis von 870 Mark bestellt.

1887
Die Feuerwehr ist wie folgt ausgerüstet:
1 vierrädrige Saugfeuerspritze angeschafft 1873 1324 Gulden
1 vierrädrige Saugfeuerspritze angeschafft 1885 1304,55 Mark
1 ältere Stoßspritze
1 Buttenspritze
2 Schlauchwagen 528 Meter hanfene Normaldruckschläuche
25 neue Feuereimer aus Leder
88 ältere noch brauchbare Feuereimer aus Leder
1 Rädergestell zum Transport von Leitern

In Hinterweiler 1 vierräderige Saugfeuerspritze angeschafft 1886 870 Mark
1 Buttenspritze
50 Meter hanfene Normaldruckschläuche


Vierrädrige
Saug- und
Druckfeuer-
spritze

1893
März 1893 –Wohnhausbrand bei Martin Kern, Polizeidiener .
Im Reutlinger General-Anzeiger stand:
Gomaringen 18. März. Bei einem Brande, welcher in voriger Woche die hiesige Einwohnerschaft so sehr in Schrecken versetzte, zeichnete sich Löwenwirt M. Ruggaber durch eine kühne Tat aus. Derselbe begab sich, als der Dachstuhl und die oberen Wohnräume schon in Flammen standen, noch in den 2. Stock des brennenden Hauses, ergriff dort eine verschlossene Kommode, in welcher 3 Hundertmarkscheine von Polizeidiener Kern aufbewahrt waren, und warf dieselbe unter äußerster Kraftanstrengung zum Fenster hinaus. Mit versengtem Haupt- und Barthaaren erreichte er unmittelbar vor dem Einsturz des Dachstuhls durchs Fenster auf einer angelehnten Leiter das Freie.

Feuerwehr 1893

1897
Am 10. März vormittags kurz nach 6.00 Uhr brach in dem Haus des Kaufmanns Emil Hoch aus nicht geklärter Ursache ein Feuer aus. Nach einstündiger anstrengender Arbeit gelang es der Feuerwehr den Brand einzudämmen. Der Laden und der ganze untere Stock des Gebäudes sind ausgebrannt. Es bestand große Gefahr für die Nebengebäude. Es soll bereits während der Nacht Brandgeruch vorhanden gewesen sein. Der Schaden beträgt am Gebäude über 1.200 Mark, am Mobiliar über 3.400 Mark, welcher dem Beschädigten von der Versicherungsgesellschaft ersetzt wurde.

1905
Bau eines Steigerturms und Schlauchtrocknungsvorrichtung, welcher im Jahr 1959 abgerissen wurde.

1906
In der Nacht vom 19. auf 20. Mai fielen solche Regenmassen, dass am Sonntagmorgen die Wiesaz mit allen Nebenbächen über die Ufer trat. Die Ortsstraße von der Platzbrücke bis zur Schwanenbrücke war ganz überflutet. Im Ort stand das Wasser in vielen Kellern und Scheunen und Stallungen ein Meter hoch. Morgens 5.30 Uhr musste die Feuerwehr alarmiert werden zum Schutz der Brücken. Es waren 32 Mann im Einsatz, Sie bekommen eine Entschädigung von 1,50 RM pro Mann.

1910
Am 27. April brannte die zur oberen Mühle gehörige Scheuer mittags von 4-5 Uhr bis auf den Grund ab; das Vieh konnte gerettet werden. Das Mühlenanwesen blieb erhalten. Das Feuer entstand in der Zeit, als der Besitzer auf das Rathaus wollte, um das seit kurzer Zeit erworbene Anwesen zur Feuerversicherung anzumelden. Man vermutet Brandstiftung durch einen entlassenen Knecht.
Auf dem Rathaus in Gomaringen findet am 16. Juli eine Kommandantenversammlung der Feuerwehren des Oberamtsbezirks Reutlingen statt. Aus diesem Anlass gab es eine Gemeinsame Feuerwehrübung der Feuerwehren Gomaringen, Bronnweiler und Stockach.


1914
In Gomaringen und Stockach wird die Wasserleitung gebaut. Sie verbesserte den Brandschutz wesentlich. Das Königliche Oberamt Reutlingen ordnete die Anschaffung von 3 einteiligen Hydrantenwagen an.

1924
Am Freitag den 6. Juni wurde die von der Gemeinde angeschaffte, allseitig gelobte mechanische Feuerwehrleiter durch den Bezirksfeuerlöschinspektor, Herrn Oberamtsbaumeister Riehle Reutlingen, im Beisein eines Vertreters der Lieferfirma übernommen. Die Leiter ist eine Original-Lieb-Leiter von der Firma J.G. Lieb A.G., Blaubeuren und hat 12 Meter Steighöhe. Sie zeichnet sich durch die tadellose neueste Konstruktion aus, welche eine rasche und sichere Handhabung gewährleistet. Die vorgenommene Belastungsprobe hat sie glänzend bestanden. Von sehr großem Vorteil ist die Sprengwerkoberleiter, die im Falle der Berührung einer Starkstromleitung für den Steiger eine Gefahr völlig ausschließt. Die Gemeinde ist zur Anschaffung dieses modernen Gerätes zu beglückwünschen, da es im Ernstfalle sicher gute Dienste leisten wird. Anlässlich der Übergabe fand eine Bezirksversammlung des Bezirks-Feuerwehrverband Reutlingen in Gomaringen auf dem Rathaus und einer Übung der Feuerwehren Tübingen und Reutlingen am Schloss statt. Zu der alljährlichen Bezirksversammlung hatten sich die Wehren des Bezirks in Gomaringen getroffen. Um 15.00 Uhr war die Kommandantenversammlung in der Bahnhofrestauration unter Vorsitz von Kommandant Eisenlohr aus Reutlingen.

Hydranten
wagen
1914

Mechanische Leiter 1924

1925
Neugründung der Freiwilligen Feuerwehr. Es melden sich in Gomaringen 131 und in Hinterweiler 68 Männer zum Feuerwehrdienst. Es gibt eine neue Ordnung und ein entsprechendes Statut. Durch Selbstentzündung des Öhmdes entstand am 23. September ein Brand in dem Anwesen von Jakob Renz in Hinterweiler. Nach Aussage der Polizei ist Brandstiftung ausgeschlossen, da Renz einen sehr scharfen Hund besitzt, der bei Nacht an einem gespannte Draht dem Haus entlang laufen kann und sicher sofort angeschlagen hätte, wenn sich eine Person dem Haus genähert hätte.

1927
Die Feuerwehr erhält eine neue Dienstkleidung und Lederhelme.

1928
Die Feuerwehren Gomaringen und Hinterweiler werden zusammengelegt und von 190 Mann auf 136 reduziert. In Hinterweiler sind es immer noch 70 Mann.

1931
Ein Spielmannszug wird gegründet.

Im Madach stürzt ein Flugzeug ab.

Spielmannszug
1933

1933
Die Gomaringer Feuerwehr feiert.
Aus Anlass der 100 Jahr Feier gab es einen Rückblick auf die Hilfeleistung der Wehr während dieser Zeit. 22 Einsätze sind von 1832 bis 1932 registriert, darunter, wie bereits beschrieben, ein Großbrand im Jahr 1835, bei dem 5 Häuser abbrannten, der Großbrand 1854 bei der Kirche und das Große Hochwasser am 19. und 20. Mai 1906. Ein weiteres Hochwasser ließ 1926 die Wiesaz über ihre Ufer treten.
Das 100jährige Jubiläum der Feuerwehr Gomaringen war ein großes Fest. Am 2. Juli 1933 wurde vieles gleichzeitig gefeiert: 100 Jahre Feuerwehr, 60 Jahre Freiwillige Feuerwehr, 50jähriges Jubiläum der Fahnenweihe und Bezirksfeuerwehrtag. Das Programm vom Festtag ist folgendermaßen aufgestellt: 6.00 Uhr Tagwache, Salut. 9.00 Uhr Versammlung der Kommandanten auf dem Rathaus. 10.00 Uhr Versammlung des Bezirks-Feuerwehrverbandes in der Turnhalle. 11.30 Uhr Übung unter Mitwirkung des Reutlinger Weckerlinien-Löschzuges. 12.30 Uhr Mittagessen in den verschiedenen Gaststätten. 13.00 Uhr Aufstellung des Festzuges in Hinterweiler. 14.00 Uhr Abmarsch des Festzuges durch Hinterweiler und Gomaringen zum Festplatz unter den Linden. Daselbst Ansprachen und gesellige Unterhaltung. Damals zählte der Bezirk 20 Wehren mit 2840 Mann.







Feuerwehr
1933

1936
Im April beginnt der Adjutant Karl Dölker jun. mit der Aufzeichnung eines Protokollbuches bis zum Jahr 1943. Dieses Protokollbuch wurde dann später auf der Müllhalde entdeckt und ist leider etwas beschädigt. Der Fabrikant Carl Dölker stiftet der Feuerwehr Gomaringen eine Kleinmotorspritze von der Firma Margirus, und wird zum Ehrenbrandmeister ernannt.
Der Reutlinger Generalanzeiger schreibt:
Am Sonntag früh 10 Uhr trat die gesamte Feuerwehr von Gomaringen-Hinterweiler auf dem Haldenplatz unter den Linden an, wo in einem Festakt die neue Motorspritze, die Fabrikant Dölker sen. Stiftete, der Feuerwehr übergeben wurde. Bürgermeister Sautter begrüßte in einer Ansprache die Wehr, sowie alte Ehrenführer der Feuerwehr und die zahlreich erschienene Einwohnerschaft. Er führte aus, daß durch das stetige Wachsen der Gemeinde schon lange die Notwendigkeit einer Ausbauung der Feuerwehr durch eine Kleinmotorspritze von der Gemeindevertretung erkannt worden sei, doch hätte von der Anschaffung immer wieder abgesehen werden müßen, da die Mittel der Gemeinde nicht ausgereicht hätten. Nun sei durch die hochherzige Stiftung der Wunsch in Erfüllung gegangen. Nach gemeinsamen Absingen des Deutschlandliedes veranstaltete die Wehr unter Führung des heute durch die Gemeinde zum Ehrenhauptbrandmeister ernannten langjährigen Hauptmanns Koch einen Propagandamarsch durch den Ort. Den Abschluß bildete eine Uebung durch die Motorgruppe. Man konnte sich von der tadellosen Leistung der neuen Spritze überzeugen, die eine gewaltige Höhe mit 6 Schlauchlagen schaffte und somit in der Lage ist, die Hochgelegenen Gebäude bei Brandgefahr erfolgreich zu schützen.


TS 8 Baujahr
1936

1937
22.2.1937 19.32 Uhr – Brand auf der Säge von Heinrich.
Koch Nach einer Falschmeldung bei einem Brandfall vom 22. Februar auf der Säge stand in der Zeitung:
Aus der verrückt gewordenen „Glocke“ von Schiller.
Im „Gemeindeboten“ für Gomaringen und Stockach lesen wir einen amtlichen Bekanntmachung unter anderem: „Bei einem Brand im Ort darf ohne Befehl des Ortsvorstehers bezw. seines Stellvertreters nicht Sturm geläutet werden oder das Feuersignal abgegeben werden, es wäre denn, daß die Flammen schon aus dem Hause herausschlagen, das heißt, der Brand sichtbar ist.“ Dann heißt es weiter: „Bei dem letzten Brande mußte festgestellt werden, daß Meldungen verschiedener von gewissenlosen Menschen verbreitet wurden, die ihrer Unverständlichkeit glaubten, daß es kein Brand sei, wenn nicht die Flammen hinausschlagen. Ich werde die Aussage näher untersuchen lassen und dieselben bestrafen und zwar nicht unter 10 RM. Zerstörend wirkt des Feuers Macht; drum sei Bürger darauf bedacht, daß er nicht zum Sturm die Glocke bewegt, eh´ die Flamme aus allen Fenstern schlägt, auch brüllt womöglich ungeheuer, bevor ganz sichtbar wird das Feuer! Doch der ist dämlich, der da glaubt, wenn nicht die Flamme schlägt zum Himmel und nicht beginnt mit dem Glocken gebimmel: der zahlt 10 Mark erbarmungslos. Das Amt bestimmt was klein und groß.
Der Kreisfeuerlöschinspektor Riehle aus Reutlingen macht einen Brandbekämpfungsplan für das  Schloss. Löschwasser: a.) aus der Gemeindewasserleitung b.) aus der nahen Wiesaz, Stauwerk bei der Brücke. Löschmaßnahmen: 1. durch die Hausfeuerwehr. Diese bekämpft mit den verfügbaren Handfeuerlöschern jedes ausgebrochene Feuer energisch. 2. Alarmierung der Feuerwehr Gomaringen. 3. Alarmierung der Löschzüge Reutlingen. 4. Alarmierung des Löschzuges Pfullingen als Reserve. 5. Alarmierung der Feuerwehr Bronnweiler.

1938
Das neu eingerichtete Gerätemagazin wird eingeweiht. Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung. Die ungenügende Unterbringung der Geräte war ein schwerer Missstand. Schon längere Zeit wurden Mittel und Wege gesucht zur Lösung der Frage. Der Einbau in das zentral gelegene Gebäude im äußeren Schlosshof (Farrenstall) ist abgeschlossen. Kreisfeuerlöschinspektor Riehle beglückwünschte die Feuerwehr und Gemeinde zu der Neuschöpfung. Mit dem Gesang der Nationallieder schloss die Einweihungsfeier. Nach der Besichtigung fand eine Alarm übung am Pomosin statt. Die Feuerwehr erledigte ihre Aufgabe mit umsichtigem Eingreifen. Abends fand ein gemütliches Beisammensein im Gasthaus zum Bahnhof statt unter Mitwirkung der Musikkapelle und des Spielmannszugs.

Die Feuerwehr ist kein Verein mehr sondern Körperschaft des öffentlichen Rechts, die als Hilfspolizei fungiert und der Gerichtsbarkeit der Polizei und der SS unterstellt ist.



Geräte-
magazin
1938

1939
02.10.1939 Die neu aufgestellte Altersabteilung macht ihre erste Übung.
Am vergangenen Sonntag nahm die neu aufgestellte Altersabteilung der Feuerwehr (Mannschaft der Motorspritze) ihre erste Übung vor. Es handelt sich in der Hauptsache um Leute im Alter von 50 bis 65 Jahren, und zwar in diesem Trupp fast ausnahmslos um Handwerker (Schlosser, Mechaniker, Zimmerleute usw.). Nach einer kurzen Erläuterung der Notwendigkeit der Altersabteilungen und des Zusammenarbeitens mit dem Luftschutz durch den Bürgermeister wurden unter der bewährten Führung des Hauptbrandmeisters Koch einige praktische Übungen durchgeführt. Mann konnte feststellen, dass gerade die Männer der Altersabteilung mit dem notwendigen Ernst und Eifer und vollstem Verständnis die Übung durchführten. Sie zeigten vor allem für die vor zwei Jahren für die Wehr beschaffte Kleinmotorspritze großes Interesse, und man konnte es an den Gesichtern der einstigen Feuerwehrmänner feststellen, dass sie gewillt sind, falls sie gerufen werden, auch noch ihren Mann zu stellen getreu dem alten Feuerwehrwahlspruch: „Gott zur Ehr´, dem Nächsten zur Wehr“.

1940
Auszug aus dem Protokollbuch von 1940/41
Der gute Wille war vorhanden, den Dienst auch im Kriegsjahr 1940 nach dem Dienstplan durchzuführen. Doch es kam sehr bald anders. Durch fortwährende Einziehungen wurden die Bestände der Wehr so gelichtet, dass es notwendig wurde die so genannten „Alten“ wieder zu holen. Es wurde eine Altersabteilung gegründet mit welcher natürlich erst recht geübt werden musste. Feuerwehrführer in Gomaringen wie früher: Fritz Ruggaber und in Hinterweiler ebenfalls wie früher: Albert Renz. Noch dazu wandelte der Staat die „Feuerwehren“ in die Feuerpolizei um. Die Wehrangehörigen sind jetzt Hilfspolizeibeamte. Soweit nicht eingezogen, wurden sie am 22.9.1940 vereidigt. Am 23.9.1940 fand eine Besichtigung statt, die nicht gut ausfiel. Auf Grund der Leistungen der Aktiven Reste der Feuerpolizei wird erwogen, die „Alten“ in Reserve zu stellen.

1941
Die Alten sind nun tatsächlich Reservisten geworden. Dafür wurden 2 Jahrgänge Hitlerjugend eingezogen, die ihren Dienst willig und mit Feuereifer versehen. Für den beim Flugmeldedienst stehenden Zugführer Emil Wörner ist der bisherige Schriftführer, Kassier und Adjutant eingesprungen. Viele Kameraden stehen nun bei der Wehrmacht und leider kam auch schon die Hiobsbotschaft, dass zwei der Besten nicht mehr wiederkehren werden. Sie gaben in steter Opferbereitschaft und in treuer Pflichterfüllung ihr Leben für Führer Volk und für ein besseres zukünftiges Vaterland, für ein freies Großdeutschland. Ihr Heldentod ist uns Pflicht und Mahnung und die Feuerpolizei Gomaringen wird ihr Andenken als ihre vornehmste Aufgabe betrachten. Sie wird ihre Kameraden nicht vergessen.



Die Reservisten

1945
01.3.1945 – 5. Luftangriff in Reutlingen
Die Gomaringer Feuerwehr ist mit dem TSA in der Pläfflinshofstr. (Häuserblock) 31 Stunden ununterbrochen im Einsatz. 70 Flugzeuge greifen kurz nach 14.00 Uhr eine halbe Stunde lang die durch Rauchzeichen markierten Stadtviertel an. Es fallen 600 Spreng- und 11.000 Brandbomben, z. T. mit Sprengsatz. Bilanz: 117 Tote, 100 zerstörte und 500 beschädigte Gebäude, vor allem in der Bahnhofsgegend und im Zentrum der Altstadt (Wilhelmstraße, Markplatz¸ auch das Rathaus wird zerstört.) 175 Großfeuer, 145 weitere Brände. Insgesamt sind 3236 Wohnungen von Kriegsschäden betroffen. Im Stadtarchiv Reutlingen ist folgendes Niedergeschrieben: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Reutlingen. Reutlingen, den 14. März 1945. Betr. Terrorangriff auf die Stadt Reutlingen am Donnerstag den 1. März 1945. Folgende Feuerwehren haben sich gemeldet und waren im Einsatz: Reutlingen, Tübingen, Degerschlacht, Sickenhausen, Altenburg, Gönningen, Eningen, Pfullingen, Metzingen, Dettingen, Wannweil, Rommelsbach, Ohmenhausen, Mittelstadt, Unterhausen, Gomaringen, Nürtingen, Urach und Cannstatt.

1946
Die Feuerwehr wird laut Anordnung der Militärregierung aufgelöst. Nach den Bestimmungen der Besatzungsbehörde wird eine neue Feuerwehr gegründet. 21 Männer im Alter zwischen 35 und 40 Jahren werden in den Feuerwehrdienst aufgenommen. Später werden dann 34 Mann genehmigt.

1947
Eugen Lutz wird zum 1. Kommandant und Gotthilf Glaunsinger zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Feuerwehrmänner bekommen einen französisch-deutschen Ausweis. Auf der stark reduzierten Feuerwehr lastet eine große Verantwortung. Weil diese Männer zum Feuerwehrdienst verpflichtet wurden, hält es der Vorsitzende für angebracht, jedem Feuerwehrmann pro Übung eine Entschädigung von 2,– RM aus der Feuerlöschkasse zu bezahlen. Nach kurzer Beratung erging der Beschluss: Gewährung einer Vergütung von 2,– RM pro Übung & Mann.
08.12. 1947

Die „Rechtsordnung über das Statut des Feuerlöschwesens“ für Südwürttemberg - Hohenzollern tritt in Kraft.

1950
05.6.1950
Die Feuerwehr nimmt an den Bezirks-Ausscheidungskämpfen in Wannweil teil. Zwölf Wehren kämpften um den Sieg. Unter Leitung von Kreisbrandmeister Boley und Bezirksbrandmeister Renz aus Betzingen stellten sich die zwölf Wehren nacheinander zum Wettbewerb, bei dem ein Angriff mit drei Schläuchen verlangt wurde. Mit Eifer und Pflichtbewusstsein gingen die einzelnen Wehren nacheinander an die Arbeit, die von den Schiedsrichtern genauestens verfolgt wurde. Gewertet wurde die Zeit von Beginn des Angriffs bis zur Wasserabgabe. Das Wasser wurde aus der vorbeifliessenden Echaz entnommen. Der Löschzug aus Reutlingen musste wegen Schlauchdefekt die Übung abbrechen. Am besten schnitt die Gomaringer Wehr ab, die mit einem deutlichen Vorsprung vor den übrigen Mannschaften den Sieg davontrug. Im Einzelnen wurden folgende Ergebnisse erzielt: 1. Gomaringen 2,07 Min.,
2. Eningen 2,45 Min., 3. Rommelsbach 2,48 Min., 4. Werksfeuerwehr Emil Adolf 3,00 Min., 5. Ohmenhausen 3,20 Min., 6. Gönningen 3,47 Min., 7. Sickenhausen 3,48 Min.,
8. Degerschlacht 3,53 Min., 9. Altenburg 3,55 Min., 10. Wannweil (wegen Sandkörnern im Motor kein Wasser), mit Löschfahrzeug: Löschzug Reutlingen wegen Schlauchdefekt abgebrochen. 3 Wochen später waren dann in Betzingen die Kreiswettkämpfe. Hier errang in der Klasse B Gomaringen und Eningen mit 1,52 Min. die gleiche Punktzahl und damit Platz 1.






Wettkampf-
gruppe

1951
Der Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr, ein Löschfahrzeug anzuschaffen, soll verwirklicht werden. Ein günstig angebotenes Opel - Fahrzeug zu rund 13000,– DM soll so rasch als möglich erworben werden. Die vorhandene Kleinmotorspritze kann bei dem neuen Fahrzeug mit verwendet werden. Es wird erwartet, dass die Landesfeuerlöschkasse und der Kreisverband einen Teil der Anschaffungskosten tragen werden.

1952
Vom Gemeinderat wird eine Vorbaupumpe für das LF 8 von der Firma Barchert zum Preis von 2.900,— DM genehmigt.

LF 8 Baujahr
1951

1953
13.5.1953 1.30 Uhr – Brand Wohnhaus
Alfred Vatter in Gönningen Lichtensteinstr. 12 (Überlandhilfe). Zum Einsatz kamen von Gomaringen: LF 8 und Unimog mit TS 8. Die Brandbekämpfung dauerte bis 3.00 Uhr. Danach wurde man von Bürgermeister Saur zu einem Vesper ins Gasthaus Krone eingeladen.

1961
28.6.1961 11.00 Uhr – Brand auf der Wiesaz ,,Öl“.
Baumhohe Flammen stiegen oberhalb der Einmündung des Erdmannsbaches aus dem Bachbett. Was war geschehen? Beim Füllen des Öltankes im Schulhausneubau waren die Schweißnähte des Tanks wegen Überfüllung auseinandergeplatzt und das Heizöl gelangte, da das Mauerwerk noch nicht ganz fertig war, durch einen Ablauf in die Kanalisation und so in die Wiesaz. Um zu verhindern, dass dieses Öl bachabwärts zum Neckar gelangen konnte, wurde vom Bauleiter im Bachbett, das nur ganz wenig Wasser führte, das Öl zur Entzündung gebracht. Um ein evtl. Übergreifen des Brandes auf die anliegenden Grundstücke bekämpfen zu können, wurde eine Leitung aufgebaut. Der Ölbrand wurde jedoch auf einfachere, allerdings nicht gewollte und auch nicht zweckdienliche Art gelöscht, in dem von unbekannter Hand die Wasserfalle des Wehres beim Elektrizitätswerk gezogen wurde und daher das gestaute Wasser mit voller Wucht auf den Brand zuströmte. Mit einem heftigen Knall war der Brand aus.

1962
16.3.1962 – Brand von 2 Scheunen auf dem Hohen Rain 8/10. Am Freitag, den 16.3.1962, gegen 18.10 Uhr wurde die Feuerwehr zum Einsatz gerufen. Wenige Minuten nach dem Alarm rückte die 50 Feuerwehrmänner mit ihren Fahrzeugen und Löschkarren aus und begann mit der Bekämpfung des schon innerhalb ganz kurzer Zeit stark vorangeschrittenen Brandes. Die Feuerwehrführung war sich im klaren darüber, dass bei dem eng zusammengebauten Gebäudekomplex die Aufgabe nur darin bestehen konnte, die dicht angrenzenden Wohngebäude unter allen Umständen abzuschirmen und zu erhalten. Um alle Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, wurde dermot. Löschzug Reutlingen mit 18 Mann zur Hilfeleistung angefordert. Beim Eintreffen des Löschzuges war jedoch der Brand soweit lokalisiert, dass eine akute Gefahr für die angrenzenden Gebäude nicht mehr bestand. Mit insgesamt 14 Rohren der beiden Feuerwehren wurde dann der Brand in zweistündigem Einsatz bekämpft, so dass gegen 21.00 Uhr beide Feuerwehren abrücken konnten. Von der Gomaringer Feuerwehr musste für die ganze Nacht Brandwache gestellt werden.

20.9.1962 – Das neue TSF Marke Ford trifft ein. Bei der Monatsübung wurde es von Bürgermeister Raff übergeben.

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Brand Hoher
Rain 1962


TSF Baujahr
1962

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